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RHEDA - WIEDENBÜCKER

BÜRGER FÜR ENERGIE

MIT ZUKUNFT

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Quelle: Neue Westfälische, 10. November 2014

„Die Klimaschutzziele für Nordrhein-Westfalen drohen verfehlt zu werden, weil der Ausbau der Windenergie im Land nicht vorankommt. Das wurde bei der Versammlung des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Regionalverband Paderborn-Höxter-Lippe, Im Technologiezentrum Lichtenau deutlich. Alter und neuer Vorsitzender der 650 Mitglieder ist Reinhard Korfmacher (Paderborn), seine Stellvertreter bleiben Holger Silbe (Paderborn) und Manfred Brockmann (Altenbeken). Die NRW-Landesregierung hat als Ziel formuliert, dass 15 Prozent des Strombedarfs im Jahr 2020 aus Windenergie gedeckt werden sollen. Derzeit sind es vier Prozent. Um das Ziel zu erreichen, müsste in NRW mehr als 300 Megawatt (MW) Windenergie-Leistung pro Halbjahr zugebaut werden - im ersten Halbjahr 2014 waren es aber nur 110 Megawatt. Das ist noch weniger als in Bayern (140 Megawatt). Diese ernüchternden Zahlen präsentierte Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE). Unmut herrscht bei den "Windmüllern" über die jüngste Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Auf Unverständnis stößt vor allem die Vorgabe, dass Windenergie ab dem Jahr 2017 in Ausschreibungen gezwungen wird - und das, obwohl Ausschreibungsmodelle für erneuerbare Energien im Ausland gescheitert sind. LEE-Geschäftsführer Dobertin befürchtet, dass der Windenergie-Ausbau in NRW dann noch weiter einbrechen wird und die Klimaschutzziele unerreichbar bleiben.“

http://www.nw-news.de/owl/kreis_paderborn/lichtenau/lichtenau/11299878_Windenergie-Ausbau_im_Land_stagniert.html

Quelle: dw.de, 10. November 2014

„Kommunen treiben die Energiewende in Deutschland voran. "Sie übernehmen eine Vorbildfunktion für den Klimaschutz“, so Experte Benjamin Dannemann. Vom 11. bis 12. November treffen sich Bürgermeister zum Kongress.

Deutsche Welle: Herr Dannemann, derzeit treffen sich mehre Bürgermeister und Energieexperten aus den deutschen Kommunen aber auch aus dem Ausland zum Kongress 100-Prozent Erneuerbare-Energien-Regionen in Kassel. Sie beobachten und begleiten die Kommunen bei der Energiewende. Wie ist die Entwicklung?

Dannemann: Vorreiter sind vor allem kleine Kommunen auf dem Land. Das hat mehrere Gründe: Für die Energiewende werden viele Wind-, Solar und Biogasanlagen gebraucht. Die Kommunen auf dem Land haben viel Fläche, sehen in den Erneuerbaren Energien viele Vorteile und treiben so die Energiewende voran. Und durch das Gesetz zur Energieeinspeisung (EEG) werden die Investitionen möglich und rentabel.

Deutsche Welle: Wer konkret treibt den Energieumbau voran?

Dannemann: Oft sind es Energiegenossenschaften in den Kommunen oder Stadtteilen. Sie beginnen mit der Energieerzeugung vor Ort, bringen Solaranlagen auf Schulen, Rathäusern und Mietshäusern an und errichten Windkraftanlagen. Diese Bewegung des Energieumbaus ist sehr verbreitet in kleinen Kommunen, schon sehr stark in den mittelgroßen Städten und kommt jetzt langsam in die größeren Städte. Viele kleine Kommunen produzieren so in der Gesamtbilanz jetzt schon mehr Energie als sie selbst verbrauchen. Diese Entwicklung ging schnell.

Deutsche Welle: Was sind die Motive?

Dannemann: Einerseits möchte man etwas für den Klimaschutz tun. Mit den Erneuerbaren Energien entsteht aber auch eine ganz neue Perspektive für die Wirtschaft. Für die strukturschwachen ländlichen Kommunen ist das ein sehr wichtiges Motiv. Landwirte und Handwerker bekommen ein zusätzliches Standbein und Kommunalpolitiker können so aktiv lokale Wirtschaftsförderung betreiben. Diese kommunale Wertschöpfung spielt eine große Rolle.

Deutsche Welle: Wie groß ist diese Wertschöpfung?

Dannemann: Im letzten Jahr lag die Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien in Deutschland bei 16 Milliarden Euro. Damit verbunden ist mehr Beschäftigung vor Ort. Und das Geld, das vorher für fossile Brennstoffe wie Gas und Erdöl ausgegeben wurde, das bleibt so in der Region im lokalen Wirtschaftskreislauf.

Deutsche Welle: Welche Möglichkeit hat die kommunale Politik?

Dannemann: Wichtig ist die gemeinsame Gestaltung. Bürger und Politiker entwickeln zum Beispiel ein gemeinsames Konzept für die Energieversorgung. Dann können auf Schul- und Rathausdächern Solaranlagen installiert werden und Erneuerbare Energien die Wärmeversorgung in den kommunalen Gebäuden übernehmen. Viele Kommunen versorgen ihre Bürger zudem mit Strom und Wärme. Und diese Energie kann mit heimischer Erneuerbarer Energie erzeugt werden. Ein weiterer Punkt ist die Planung. Kommunen entscheiden über die Nutzung der Flächen und können sich aktiv für den Ausbau Erneuerbarer Energien einsetzen.“

http://www.dw.de/lokale-energiewende-ist-globales-vorbild/a-18051431

Der Landesverband NRW des Bundesverbands Windenergie, die EnergieAgentur.NRW und der Landesverband Erneuerbare Energien NRW stellten Ende Oktober die gemeinsame Initiative zur Steigerung der Akzeptanz der Windenergie in Arnsberg vor. Kern der Initiative sind die Publikation „Windenergie im Fokus – Mythen und Wahrheiten", die 17 Vorurteilen gegenüber der Windenergie sachlich auf den Grund geht und die Veranstaltungsreihe „Windenergie in Südwestfalen – Technik, Wertschöpfung und Akzeptanz", die in Olpe, Soest und Schmallenberg abgehalten werden.

Links: Publikation  Windenergie im Fokus – Mythen und Wahrheiten

Anbei eine Übersicht über die aktuelle Informationen, bei denen wir auf Quellen im Internet verweisen.

Weblink EEG-Reform: Wie EnBW der Energiepolitik der Bundesregierung den Boden unter den Füßen wegzieht

Was die deutsche Bundespolitik bei den Themen Energiewende und Klimaschutz produziert, ist schlichtweg unfassbar. Man kann genauso gut schreiben: Unverantwortlich. Unsinnig. Teuer. Dabei hat es in der Wirtschaftsgeschichte selten eine derartige Chance gegeben, mit wenigen Entscheidungen viel Nutzen für die Bürger zu stiften, für die Wirtschaft, für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen...

Weblink CO2-Emissionen: Deutsche Kraftwerke sind die schmutzigsten in Europa

Kraftwerke von Vattenfall und RWE zählen zu den schlimmsten Klimakillern Europas. Das geht aus einer Auswertung der EU-Kommission hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Einzelne Braunkohlemeiler stoßen so viel CO2 aus wie ganze Staaten.

Weblink Strompreistricks

ZDF Zoom - Strompreistricks
Die Politik ist sich einig: Immer mehr erneuerbarer Strom soll das Land versorgen. Doch das Experiment droht zu scheitern. "ZDFzoom" fragt: Warum wird die Energiewende immer teurer?

Weitere interessante Links finden Sie unter Service/Links.

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