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RHEDA - WIEDENBÜCKER

BÜRGER FÜR ENERGIE

MIT ZUKUNFT

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Am 3. Juli war der erste Spatenstich für die Windräder

Rheda-Wiedenbrück. Die steinharte Mergelschicht machte es den Windradbauern nicht leicht. Aber die sind es ja gewohnt, dass sie bei diesem Thema mit viel Energie und Ausdauer anpacken müssen - und so gelangten sie auch beim ersten Spatenstich für das erste Rheda-Wiedenbrücker Windrad letztlich ans Ziel.

Es war schon eine ziemliche Schinderei, die Spaten in die Erde von Bauer Bühlmeyers Acker zu treiben. Und so waren die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft (RheWie-eG) doch froh über die Bagger, Bulldozer und Radlader, die in der zweiten Reihe bereit standen, um das Fundament von 22 m Durchmesser dreieinhalb Meter in die Erde zu treiben.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bürgermeister Theo Mettenborg, sprach ohne Mikrophon zu den 40 geladenen Gästen; „dann rücken wir eben näher zusammen, das passt gut zu einer Genossenschaft“. 2013 war die RheWie- eG gegründet worden, deren Mitgliederzahl schnell auf aktuell 392 angewachsen ist – ein Zeichen für die große Akzeptanz in der Bevölkerung. Als „Leuchtturmprojekt für unsere Stadt“ bezeichnete Mettenborg das Vorhaben, das für bürgerschaftliches Engagement und professionelle Planung stehe.
Der Standort, der für die zwei Enercon-Windräder an der Marburg gefunden wurde, sei ideal, so Albrecht Wrede, der das Projekt als Rechtsanwalt vorangetrieben hatte: eingerahmt von der Autobahn und der Bahnstrecke in der Nähe des Industriegebietes Aurea. Das nächste Haus sei 550 Meter entfernt und die bäuerlichen Nachbarn seine vertraglich eingebunden.
Hubert Leiwes vom Vorstand erinnerte die Umstehenden daran, warum Erneuerbare Energien wichtig sind: „Es ist die Verantwortung unserer Generation, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.“ Und wenn viele an einem Strang ziehen, können auch Vorhaben im Umfang von 6,5 Millionen Euro gelingen. Hubert Leiwes ist immer noch begeistert darüber, wie viele Unterstützer die Planungen in den vergangenen Monaten vorangetrieben haben. Die Liste der kompetenten und doch ehrenamtlichen Helfer ist lang, sein Dank galt ebenso den amtlichen Stellen für ihre Arbeit.
Nur so sei es möglich, in so ungewöhnlich kurzer Zeit eine Idee zur Realisierung zu bringen.
Schon im Dezember soll hier der Strom vom ersten Windrad eingespeist werden, unter günstigen Bedingungen könnte sich auch das zweite RheWie-Windrad auf dem Boden des Fürstenhauses Bentheim-Tecklenburg noch dieses Jahr drehen.
Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Gründung der Baulöcher bis Ende September abgeschlossen sein, ab Oktober kann dann die Montage beginnen, Anfang Dezember könnten die Anlagen installiert werden. Die Windräder haben eine Leistung von jeweils 2,3 Megawatt und sollen zusammen mehr als 7,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr liefern.
In unmittelbarer Nachbarschaft bauen die Stadtwerke Bielefeld und Gütersloh fünf weitere Windenergieanlagen, deren Einspeisung getrennt von den RheWie-Rädern erfolgt.
Zeit, dass sich was dreht in Rheda-Wiedenbrück!

 

Spatenstich 
Erster Spatenstich für den Windpark an der Marburg: Rechtsanwalt Albrecht Wrede, Hubert Leiwes und Peter Rentrup vom RheWie-Vorstand, Baukoordinator Georg Kühling, Projektsteuerer Markus Burghardt, Landbesitzer Christoph Bühlmeyer, Rainer Wennemar vom Vorstand und Theo Mettenborg vom Aufsichtsrat der RheWie.

 

Zuschauer

Beim Startschuß dabei: die Anwohner, viele ehrenamtliche Helfer, Fachleute aus der Windenergiebranche, Unterstützer aus Politik und Verwaltung.

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